Institut für Theorie / Ein Forschungsinstitut der Zürcher Hochschule der Künste
 

Interventionen 2002

Eine Auswahl der Interventionen-Vorträge aus dem Jahr 2002.
Format: mp3.

Die Beiträge wurden in den Interventionen Jahrbüchern gesammelt und publiziert.

ROSI BRAIDOTTI: Metamorphoses: a materialist theory of becoming. … mehr

„The only constant in today‘s world is change. How to represent change as a process of on-going transformations is a challenge that theoretical practice and discourse cannot meet easily. In this lecture I will argue for the need to introduce more conceptual creativity in the ways in which we attempt to construct theoretical accounts of the changes that are currently re-shaping our social and symbolic spaces. The idea of cartography, revisited with the ‚feminist politics of location‘ will be of assistance in tracing politically invested maps of the present in an age of intense transformations.„
...Rosi Braidotti is Professor of Women's Studies in the Arts Faculty of Utrecht University and Director of the Netherlands Research School of Women's Studies.

21. März 2002.   … ausblenden

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Rosi Braidotti

BRUNO LATOUR: image making and image breaking in science, religion and art. … mehr

Bruno Latour, Professor für Soziologie, Wissenschaftsgeschichte und Philosophie an der Ecole Nationale Supérieure des Mines de Paris.
"Image making and image breaking in science, religion and art". A strange obsession runs throughout our visual culture: images are dangerous and should be avoided or broken; and yet, no culture has devoted itself so totally to image making in order to achieve religious piety and scientific objectivity. The lecture will argue that the difficulty of focusing on image as mediation depends on a certain definition of belief and fetishism which might be not empirically sound. Other ways of exploring the power of images will be envisioned and references will be made to an exhibit curated by the lecturer to open soon in Karlsruhe called "Iconoclash".

11. April 2002.   … ausblenden

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Bruno Latour

PETER FUCHS: Die soziale Signatur des Bewussteins. … mehr

Nicht nur die Systemtheorie, aber sie jedenfalls mit Macht, hat aufs Entschiedenste dementiert, dass der Kommunikation ein externes Subjekt, eine arché, ein Ursprung, der nicht in ihr entspringt, oder gar eine gleichsam private Singularität, ein idiosynkratisch zu denkendes Individuum zu Grunde läge. Diese äusserst wirksame Sabotage löscht die 'Autoren' der Kommunikation zugunsten einer autopoietisch operierenden Einheit (Sozialsystem), die selbst festlegt, was für sie als psychische Umwelt relevant ist und was nicht. Sie lässt somit die Frage dringlich werden, ob sich das externe 'Wer' (in seinem 'Eigensinn') kommunikativ geltend machen kann und in welchen Formen dies geschieht. Der Vortrag präsentiert im Blick auf diese Frage keine Lösungen, sondern baut den Theorieprospekt auf, in dem diese Frage für die Theorie stellbar werden könnte, wenn es denn wahr sein sollte, dass Theorien ihrer Form nach immer bestimmte Fragen ausschliessen.

30. Mai 2002.   … ausblenden

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Peter Fuchs

CORNELIA BOHN: Inklusions- und Exklusionsindividualität. … mehr

Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass die Beschreibungen von Individualität mit der gesellschaftlichen Differenzierungsform variiert und dass für die soziale Herstellung und Identifikation von Individualität Repräsentationen wie z. B.Semantiken oder Medien und Institutionen wirksam sind, die gleichsam als Scharnier jener Passung fungieren oder sie neu arrangieren. Die Pluralisierung der Bezugssysteme für die Teilnahme an Gesellschaft, so wird argumentiert, führt zu einer totalen Exklusion aller Individuen aus der gesellschaftlichen Kommunikation bei gleichzeitiger Inklusion aller Personen.

13. Juni 2002.   … ausblenden

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Cornelia Bohn

GERNOT BÖHME: Ethik leiblicher Existenz. Moral zwischen Asketik und Rhetorik. … mehr

Die Technik ist uns auf den Leib gerückt: Die aktuellen und die künftigen Möglichkeiten der Medizintechnik - von der gentechnischen Diagnostik und Therapie bis zu den Transplantationstechniken - verlangen einen neuen Typ von Ethik, der sich von der Ethik zwischenmenschlichen Handelns unterscheidet. Was muß erreicht werden, wenn wir gegenüber den Zumutungen der Technik als einzelner Mensch oder auch als Gesellschaft Stand gewinnen wollen? - Diese Frage versucht der Philosoph Gernot Böhme mit einer "Ethik leiblicher Existenz" zu beantworten.

27. Juni 2002.   … ausblenden

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Gernot Böhme

LISA PARKS: Orbital Performers and Satellite Translators. Art in the Age of Ionospheric Exchange. … mehr

The lecture defines two figures in contemporary media art: the satellite translator and the orbital performer. While the satellite translator uses the technical process of ‚signal translation‘ in satellite communication as a metaphor for the linguistic, socio-cultural and visual currents that are produced and circulated via satellite, the orbital performer refers to media artist who conceptualize the ionosphere, the orbital domain, as a performative space. Lisa Parks examines media practices that imagine orbital space as a site of cultural critique and artistic practice rather than a site of speedy capital flows, scientific mastery and military control.

31. Oktober 2002.   … ausblenden

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Lisa Parks

DIEDRICH DIEDERICHSEN: Marketing und Delegation. … mehr

Design heißt Absicht. Viele mögen es aber lieber, wenn das, was sie beabsichtigen, nicht erkennbar ist oder wenn sie als UrheberInnen, KünstlerInnen oder VertreterInnen von Firmen und politischen Interessen unmarkiert bleiben. Cool heißt, unangestrengt und unverantwortlich, eben absichtslos zu wirken. Alles andere ist mindestens diskutabel und meistens peinlich. Beides wollen die einschlägigen Akteure vermeiden. Gelingt es ihnen, sollte es ihnen gelingen? Vortrag im Rahmen des Design-Salons der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.

6. November 2002   … ausblenden

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Diedrich Diedrichsen

AYSE ÖNCÜ: Sensuality of Globalized Images and the Banality of Everyday Experience in Istanbul. … mehr

The abundance of globalized images of desire and sensuality, circulating in and through Istanbul’s cultural landscape, have eroded the solidity of boundaries between the realm of everyday sexual experience and the "public" universe of gender relations. For Istanbul's ‚youth‘ or ‚younger generations‘ – between teenage and marriage – the implications have been ambivalent and contradictory. The lecture will explore some of these contradictions through graphic humor genres which have proliferated in the satire weeklies of the 1990s decade. The ways in which the idiom of humor is used to simultaneously invoke and parody the established codes of adult-mainstream world will be illustrated through the work of young artists working in the satire milieu.

14. November 2002.   … ausblenden

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Ayse Öncü

PETER GEIMER: Theorie der Gegenstände - Die Menschen sind nicht unter sich. … mehr

"Manche Dinge in meiner Umgebung sind mir nicht ganz geheuer", so beschrieb Vilém Flusser seine Erfahrung mit der sonderbaren Autonomie der Gegenstände. Flussers Bemerkung umschreibt die Gewissheit, dass die Dinge, mit denen man täglich umgeht, auch in unserer Abwesenheit noch da sind und unter Umständen "agieren". Dieses Wissen kann, wie im Falle des Helden aus F.Th. Vischers Roman "Auch einer" (1879), zu der paranoiden Vorstellung vom feindlichen Lauern der Objekte führen – "[...] haben Sie denn auch nur schon beobachtet, wie das fallende Papierblatt uns verhöhnt?" Andererseits treten immer wieder einzelne Objekte aus dem Bereich der anonymen Dinge heraus und werden zu Gegenständen einer eigentümlichen Aufladung: Gegenstände, die ein Heiliger getragen oder benutzt hat, Tatwaffen usw. Der Vortrag versucht, diesem ambivalenten Status der Dinge – zugleich aktiv und vollkommen indifferent zu sein – nachzugehen.

12. Dezember 2002.   … ausblenden

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Peter Geimer

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