Supply Lines: Visions of Global Resource Circulation
Forschungs- und Ausstellungsprojekt
Projektleitung: Ursula Biemann
Das visuelle Forschungs- und Ausstellungsprojekt erforscht die Interaktion zwischen Menschen und natürlichen Ressourcen (z.B. Wasser, Öl, Silber), ihre Beziehungsräume und Handlungszusammenhänge. Dabei werden Ressourcen nicht einfach als etwas extern Gegebenes verstanden - als vorhandene Materie, die wir für bestimmte Zwecke beanspruchen, sondern auch als etwas kollektiv Geschaffenes, das unterschiedliche Bereiche aufzugreifen und aufeinander zu beziehen vermag: Geschichte, Geografie, Ökonomie, Bildung, Kultur und Natur. Mit dem wachsenden Bewusstsein für die globale Erschöpfbarkeit lebenswichtiger Ressourcen besteht ein akuter Bedarf an Darstellungs- und Interpretationsformen, welche diese sozialen, geopolitischen, ökosystemischen und klimatischen Zusammenhänge verdeutlichen können. Die künstlerisch-wissenschaftliche Erarbeitung von neuen visuellen Materialien, Texten, Kartografien, öffentlichen Programmen, einer Publikation, Internetplattform und Ausstellung soll dazu beitragen, den Begriff der Ressource aus einer bislang vorwiegend ökonomisch-industriellen Bewertung herauszulösen und um den ästhetischen und kulturtheoretischen Kontext zu erweitern. Supply Lines entsteht in Partnerschaft mit Goldsmiths College London und der Universidad Minas Gerais, Brasilien.
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